{"id":66,"date":"2008-09-06T09:09:56","date_gmt":"2008-09-06T07:09:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.turbotoons.de\/animationsfilm2\/?page_id=66"},"modified":"2025-03-07T15:42:54","modified_gmt":"2025-03-07T13:42:54","slug":"sieg-der-vater","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.animationsfilm.de\/?page_id=66","title":{"rendered":"Sieg der V\u00e4ter \/ Victory of Fathers"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.animationsfilm.de\/wp-content\/uploads\/2008\/09\/siegdervater_still.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>SIEG DER V\u00c4TER<\/strong><br>Animationsfilm<br>Deutschland 1994, 1.30 Min, Mono, 35mm<br>Produktion: HFF \u201eKonrad Wolf\u201c Potsdam Babelsberg<br>Idee und Realisiation: Markus Wende<br>Technik: Tusche auf Filmmaterial, manuell gekratzter Lichtton<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-aiovg-video\"><div class=\"aiovg-player-container\" style=\"max-width: 100%;\"><div class=\"aiovg-player aiovg-player-iframe\" style=\"padding-bottom: 56.25%;\"><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.animationsfilm.de\/?page_id=3744&#038;aiovg_type=id&#038;aiovg_video=66&#038;poster=aHR0cHM6Ly93d3cuYW5pbWF0aW9uc2ZpbG0uZGUvd3AtY29udGVudC91cGxvYWRzLzIwMjUvMDMvU2llZy1EZXItVmFldGVyLVN0aWxsLnBuZw..&#038;speed=0&#038;quality=0&#038;mp4=aHR0cHM6Ly93d3cuYW5pbWF0aW9uc2ZpbG0uZGUvd3AtY29udGVudC91cGxvYWRzLzIwMjUvMDMvU2llZy1EZXItVmFldGVyLWJ5LU1hcmt1cy1XZW5kZS5tcDQ.\" title=\"\" width=\"560\" height=\"315\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" allowfullscreen><\/iframe><\/div><\/div><\/div>\n\n\n<div style=\"height:40px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\"><strong>SYNOPSIS<\/strong><br>Selbstmord im Knast &#8211; Selbstbefreiung &#8211;<br>Kapitulation \u2013 Systemkalk\u00fcl<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\"><strong>HINTERGRUNDINFOS UND HERSTELLUNG<\/strong><br>\u201eSieg der V\u00e4ter\u201c wurde durch die Filme von Norman McLaren, die im Seminar zu Trickfilm\u00e4sthetik und Trickfilmanalyse bei Kurt Weiler behandelt wurden, inspiriert. Dieser erste Animationsfilm im Rahmen des Studiums an der HFF Potsdam-Babelsberg wurde ohne Kamera und ohne Tonaufnahmen hergestellt. Der k\u00fcnstlerische Reiz lag in der direkten Bearbeitung des blanken Filmmaterials. Die rein assoziative, spontan Gedanken umsetzende Geschichte entwickelte sich Tag f\u00fcr Tag parallel zu den Bildern, die mit einem feinen Tuschezeichner direkt auf Filmmaterial &#8211; das zum Teil aus den M\u00fclleimern des Studiengangs Schnitt recyclet wurde \u2013 gezeichnet wurden. Der Ton wurde mit einer Stahlnadel in die optische Tonspur des Materials gekratzt. Im Februar 2006 erhielt der Film das \u201ePr\u00e4dikat wertvoll\u201c der Filmbewertungsstelle Wiesbaden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\"><strong>FESTIVALS<\/strong><br>Sieg der V\u00e4ter wurde auf \u00fcber 30 internationalen Filmfestivals gezeigt. Unter anderen beim:<br>&#8211; Kurzfilmfestival Hamburg 1996<br>&#8211; Trickfilm-Festival Stuttgart 1996<br>&#8211; PREMIERS PLANS FESTIVAL D&#8217;ANGERS 1996<br>&#8211; festival int. du film d&#8217;animation annecy 1995<br>&#8211; International Film Festival Ankara 1995<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\"><strong>GUTACHTEN DER FILMBEWERTUNGSSTELLE WIESBADEN (Kurzfassung, Februar 2006)<\/strong><br>Ein Film, der ohne Kamera und Mikrophon gemacht wurde: direkt auf das 35mm-Material gemalt und auf die Tonspur gekratzt, bietet er eine ganz eigene Seh- und H\u00f6rerfahrung. Das Konzept ist dabei so radikal und konsequent umgesetzt, dass man gebannt und gespannt hinsieht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Dabei ist dies kein reiner Experimentalfilm. Es gibt viele narrative Partikel, die in betont primitivem Malstil an fr\u00fche Comicstrips wie etwa jene mit der&#8220; Crazy Cat&#8220; erinnern. Dabei zeigt der Film schreckliche Szenen, in denen den gezeichneten Figuren Schlimmes widerf\u00e4hrt. Wenn zum Beispiel in einer kurzen Sequenz auf vorher belichteten Film gemalt wird, der eine reale Stra\u00dfenszene mit Autoverkehr zeigt, dann ger\u00e4t das aufgemalte Auto prompt in einen Unfall mit viel Feuer und Qualm und auf der Tonspur gibt es schreckliche Ger\u00e4usche.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Der spielerische Umgang mit dem Medium steht dabei in einem seltsamen, ja teilweise grotesken Gegensatz zum pessimistischen Inhalt. Auf der inhaltlichen Ebene mag der Film von Selbstmord, Gef\u00e4ngnis und Kapitulation erz\u00e4hlen, aber beim ersten Betrachten weckt er eher eine naive Neugierde: Man fragt sich, wie das gemacht wurde. Und indem seine Stilmittel sich st\u00e4ndig \u00e4ndern, bleibt der Film bis zum Schluss spannend. Ungel\u00f6st bleibt das R\u00e4tsel des Titels: Was mag &#8222;Der Sieg der V\u00e4ter&#8220; wohl bedeuten? Faszinierend ist auch, wie auf der Tonspur durch simple Kratzer ein durchaus musikalischer Rhythmus entsteht. Gerade weil sie so primitiv und archaisch sind, wirken einige der Bilder mit ihrer d\u00fcsteren Poesie lange nach, als w\u00e4ren sie ins Ged\u00e4chtnis eingekratzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>SIEG DER V\u00c4TERAnimationsfilmDeutschland 1994, 1.30 Min, Mono, 35mmProduktion: HFF \u201eKonrad Wolf\u201c Potsdam BabelsbergIdee und Realisiation: Markus WendeTechnik: Tusche auf Filmmaterial, manuell gekratzter Lichtton SYNOPSISSelbstmord im Knast &#8211; Selbstbefreiung &#8211;Kapitulation \u2013 Systemkalk\u00fcl HINTERGRUNDINFOS UND HERSTELLUNG\u201eSieg der V\u00e4ter\u201c wurde durch die Filme von Norman McLaren, die im Seminar zu Trickfilm\u00e4sthetik und Trickfilmanalyse bei Kurt Weiler behandelt wurden, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":1,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-66","page","type-page","status-publish","hentry","missing-thumbnail"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.animationsfilm.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/66","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.animationsfilm.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.animationsfilm.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.animationsfilm.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.animationsfilm.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=66"}],"version-history":[{"count":15,"href":"https:\/\/www.animationsfilm.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/66\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3771,"href":"https:\/\/www.animationsfilm.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/66\/revisions\/3771"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.animationsfilm.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=66"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}